Darf ich dir etwas vorlesen?

Mit dieser Frage werden die Eltern, Großeltern oder Tanten, die Zeit und Interesse haben, seit der 1. Klasse konfrontiert. Diese Stunden sind eine positive Bereicherung und Ergänzung zum regulären Unterricht. Die Kinder freuen sich in besonderer Weise, wenn eine ihrer Bezugspersonen in die Schule kommt, mit ihnen liest und spricht und so indirekt am Unterrichtsgeschehen teilnimmt. Die Kinder kennen die Eltern oder Großeltern schon von den gemeinsamen Besuchen am Nachmittag, sodass niemand unbekannt ist. Die Freude, anderen als ihrer Lehrerin zu zeigen, was man kann, überwiegt alles und die Leseübung geschieht dann ganz nebenbei. Auch die Eltern bzw. Großeltern erleben ihre Kinder bzw. Enkelkinder in einem ganz anderen Bild als zu Hause. Und die vorhandenen Unterschiede, die beim Lesen mit den Kindern sichtbar werden, dienen lediglich der Erkenntnis, dass jeder sein eigenes Tempo hat. Auch für mich sind diese Stunden eine wertvolle Stütze, da viele Kinder erst durch den persönlichen Lesekontakt konzentrierter und ausdauernder lesen. An dieser Stelle Danke an alle, die die Möglichkeit hatten und haben, uns zu besuchen und so unseren Schulalltag um vieles ereignisreicher und schöner zu machen. Und dass Eltern uns moderne Lesebücher wie den „Kindle“ in die Schule bringen, ist eine willkommene Abwechslung.

Dipl. Päd. Freidorfer Natalie

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