Unsere Lesestunde mit dem Autor Heinz Janisch

Bei der Autorenbegegnung im Forum Kloster Gleisdorf wimmelte es nur so von Schulklassen. Beim Eintreffen empfingen uns im Stiegenhaus Bücher auf dem Boden und der Duft von Literatur umwehte uns. Gibt es so etwas?

Im großen Saal warteten die Kinder gespannt auf den Autor Heinz Janisch. Dann kam er auch schon mit schnellen Schritten auf uns zu, ganz entspannt und locker in Jeans und Polohemd, und stellte sich uns vor. Er erzählte uns über das Schreiben und wie ihm beim Warten an der Bushaltestelle Geschichten einfallen, wie er in den Himmel blickt und die Wolken ihr Wolkenkino aufführen, ganz frei und kostenlos, und wie es ist, einfach vor sich hinzureimen: Was reimt sich auf „Katze“? Genau: „Tatze“ oder vielleicht doch eher „Glatze“, „Fratze“ oder „Matratze“? So entsteht bald ein Gedicht oder eine Geschichte.

Anschließend stellte uns Heinz Janisch sein Buch „Es gibt so Tage“ vor. Bei einer Seite traut er sich plötzlich nicht weiterzublättern, denn da wird es gefährlich und sogar die Buben kriegen Angst davor. Er fragt die Buben, ob er sich trauen soll, und alle sind dafür. Ganz langsam, wie in Zeitlupe, wagt er es, umzublättern, und dann erscheint die Seite ……, die Seite ……  mit dem Küssen! Schallendes Gelächter bricht aus und die Kinder zerkugeln sich. Das zweite Buch, das uns der Autor präsentiert, handelt von einem Mädchen, das sich nicht traut und dazu steht, ein Buch über Mut und Schwäche.

Heinz Janisch hat schon viele Bücher geschrieben, mehrere davon sind auch in andere Sprachen übersetzt worden. Er hat auch schon Preise für seine Bücher erhalten, aber das Wichtigste ist für ihn die Freude am Lesen, Schreiben, Dichten und Träumen. Mit seiner sympathischen, humorvollen, witzigen und offenen Art hat uns Heinz Janisch sehr beeindruckt und unsere Fantasie beflügelt.

 

 

 

 

Luftbilder